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Die fünf schönsten romantischen Filme für die Weihnachtszeit

In der dunklen Jahreszeit kuschele ich mich gerne mit einem heißen Getränk auf das Sofa und genieße Filme, die das Herz erwärmen und die Vorfreude auf die Festtage steigern. Die Weihnachtsfilme, die ich hier vorstelle, erzählen daher von Liebe, Familie, Freundschaft und persönlicher Entwicklung.

Ich wünsche dir viel Freude beim Stöbern und Eintauchen in die Weihnachtsstimmung.

Ein kleiner Hinweis: In den Beschreibungen spreche ich manchmal über zentrale Szenen oder das Ende der Filme, es können also kleine Spoiler enthalten sein.

1. Liebe braucht keine Ferien (2006)

Originaltitel: The Holiday

Iris (Kate Winslet) aus England und Amanda (Cameron Diaz) aus Los Angeles stecken beide in emotional schwierigen Situationen. Spontan tauschen sie ihre Häuser, um über Weihnachten Abstand zu gewinnen.

Ich liebe diesen Film seit fast 20 Jahren und entdecke jedes Mal neue Details, die ihn für mich besonders machen. Besonders Kate Winslet als Iris und Jude Law als Graham haben es mir angetan.

Graham ist nicht nur charmant und attraktiv, sondern zeigt auch viel Gefühl. Zusammen mit seinen Töchtern Sophie und Olivia entstehen Szenen voller Herz und origineller Momente. Besonders liebenswert sind kleine Alltagsdetails, wie Graham, der Mr. Serviettenkopf für seine Töchter spielt, oder die Szene, in der die Mädchen Amanda ihr Kinderzimmer-Zelt zeigen und Sophie dabei Amandas Lippenstift ausprobiert.

Iris’ emotionale Reise macht den Film zusätzlich mitreißend. Es ist inspirierend zu sehen, wie sie Schritt für Schritt über sich hinauswächst, alte Bindungen löst und schließlich neue Wege geht – besonders deutlich in der Szene, in der sie ihre alte Liebe wortwörtlich aus dem Haus wirft.

Am Ende versammelt sich alles in der Schlussszene, in der Amanda, Graham, Iris, Miles und die Töchter zusammen Neujahr feiern. Die gemeinsame Feier vermittelt ein rundes und warmes Gefühl. Genau so möchte ich die Festtage erleben: mit Lachen, guter Musik, Tanzen und Momenten, in denen Kinder und Erwachsene wirklich gemeinsam feiern, ihre Welten verschmelzen und alle das Fest aktiv miterleben.

2. Familie Stone – Verloben verboten (2005)

Originaltitel: The Family Stone

Meredith (Sarah Jessica Parker) begleitet ihren Freund Everett (Dermot Mulroney) über Weihnachten zu seiner großen Familie und merkt schnell, dass sie mit ihrer eher steifen Persönlichkeit in diesem lebhaften, chaotischen Familienverbund aneckt.

Am Film über die Familie Stone liebe ich vor allem, dass er so ehrlich zeigt, wie Weihnachten in einer großen Familie aussehen kann. Fünf erwachsene Kinder plus Partner kommen zusammen und jeder bringt seine eigene Persönlichkeit und Geschichte mit. Sie sind laut, unterschiedlich, streiten sich, necken sich und halten trotzdem fest zusammen. Diese Mischung aus Chaos und Liebe macht den Film für mich besonders.

Meredith passt auf den ersten Blick überhaupt nicht in diese lebhafte, direkte Familie. Sie versucht wirklich alles, um dazuzugehören, und je mehr sie sich bemüht, desto mehr rutscht sie in die Fettnäpfchen. Auch wenn man ihre Art nicht unbedingt sympathisch findet, fühlt man mit ihr. Diese Situation kennt einfach jeder. Ob in der Schulzeit, im Job, in der Nachbarschaft oder in der Schwiegerfamilie: dieses Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein und trotzdem nicht richtig reinzupassen.

Ich mag besonders, wie authentisch der Film ohne überzogene Dramen und künstliche Harmonie erzählt wird. Die Charaktere wirken ehrlich, verletzlich und gleichzeitig unglaublich unterhaltsam. Je länger man zuschaut, desto mehr wachsen einem alle ans Herz.

Und jedes Mal, wenn ich die Stones zusammen sehe, denke ich mir: genau so stelle ich mir Weihnachten irgendwann als Großmama vor. Etwas chaotisch, aber voller Lebendigkeit und Wärme.

3. A Christmas Prince (2017)

Originaltitel: A Christmas Prince

Amber (Rose McIver), eine junge amerikanische Journalistin, reist kurz vor Weihnachten ins Königreich Aldovia. Dort soll sie über den Thronfolger Richard (Ben Lamb) berichten und findet sich plötzlich mitten in einem modernen Märchen wieder.

Bei einer Netflix-Weihnachtsproduktion mit Märchenprinz-Setting hatte ich ehrlich gesagt nicht viel erwartet. Genau deshalb hat mich dieser Film aber überrascht.

Die beiden Hauptdarsteller wirken viel sympathischer und natürlicher, als man es in so einem glitzernden Schloss-Setting erwarten würde. Der Prinz, der sichtbar mit seiner Rolle ringt, Verantwortung übernehmen möchte und gleichzeitig nicht so recht weiß, wie er all dem gerecht werden soll, wirkt erstaunlich bodenständig und greifbar.

Amber stolpert zufällig in diese Welt hinein und bleibt dabei angenehm sie selbst. Man nimmt ihr ab, dass sie das Royale eigentlich nicht interessiert. Aber der Mensch hinter dem Prinzen berührt sie und so erzählt der Film im Kern von zwei Menschen, die sich langsam annähern. Die royale Familiengeschichte drumherum hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht, aber sie stört auch nicht weiter.

Und obwohl ich dem Film ursprünglich nur eine Chance geben wollte, fand ich ihn so nett, dass ich mir auch die beiden Nachfolger angesehen habe, die aber leider nicht an den ersten herankommen.

Ein leichter, warmherziger Film für Abende, an denen man einfach etwas Unkompliziertes sehen möchte.

4. Die 12 Weihnachts-Dates (2011)

Originaltitel: 12 Dates of Christmas

Im Stil von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erlebt Kate (Amy Smart) immer wieder denselben Heiligabend. Dadurch bekommt sie die Gelegenheit, ihr Gefühlschaos und die Prioritäten in ihrem Leben zu sortieren und den attraktiven Josh (Mark-Paul Gosselaar) wirklich kennenzulernen.

Die 12 Weihnachtsdates war für mich eine echte Überraschung. Ich bin mit niedrigen Erwartungen herangegangen und saß am Ende mit warmem Herzen da. Der Film bietet weniger Kitsch und dafür deutlich mehr Tiefe, als ich es von einer klassischen Weihnachtsfernsehproduktion erwartet hätte.

Kate steckt in einer Zeitschleife fest und erlebt den Heiligabend immer wieder aufs Neue. Anfangs läuft vieles in die falsche Richtung, doch mit jedem weiteren Durchlauf wird sie ein Stück offener, aufmerksamer und ehrlicher zu sich selbst. Obwohl man zwischendurch denkt, sie hätte den perfekten Heiligabend bereits erreicht, überrascht der Film danach noch mehrmals mit Versionen, die noch stimmiger und herzerwärmender wirken. Der zwölfte Tag, an dem sie endlich in den Weihnachtstag hinüberwechseln darf, ist besonders schön. Er ist besinnlich und voller Liebe, Großzügigkeit und echter Gemeinschaft in all ihren Facetten.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Kate und Josh ist angenehm untypisch für dieses Genre. Josh ist freundlich, nahbar und geduldig, aber er lässt sich nicht schlecht behandeln. Ohne die vielen Neuanfänge hätte Kate es wohl kaum über das erste Date hinaus geschafft. Sie tritt mehrfach in Fettnäpfchen, bevor sie erkennt, wie sie auf andere wirkt und was sie eigentlich möchte.

Ein kleiner, warmherziger Film, der viel mehr Tiefgang hat, als man ihm zunächst zutrauen würde.

5. Während du schliefst (1995)

Originaltitel: While You Were Sleeping

Lucy (Sandra Bullock) arbeitet als Fahrkartenverkäuferin in Chicago und ist heimlich in den Geschäftsmann Peter (Peter Gallagher) verliebt, obwohl sie ihm nie wirklich begegnet ist. Am Heiligabend rettet sie ihn vor einem Zug und wird im Krankenhaus versehentlich als seine Verlobte angesehen.

Während du schliefst begleitet mich schon viele Jahre, weil er so viel Herz hat und gleichzeitig wunderbar unaufgeregt erzählt ist. Lucy lebt ein stilles, etwas einsames Leben in Chicago und träumt sich in kleine Momente hinein, die ihr den Alltag schöner machen. Als sie an Heiligabend Peter von den Gleisen rettet und plötzlich als seine Verlobte bei seiner Familie landet, spürt man sofort, wie viel diese ungewohnte Nähe für sie bedeutet.

Was mich an dem Film besonders berührt, ist die Familie Callaghan. Sie sind laut, chaotisch und unglaublich herzlich. Sie nehmen Lucy so selbstverständlich auf, dass man versteht, warum sie die Verwechslung nicht sofort aufklärt. Und dann ist da noch Jacks ruhige, aufmerksame Art, die einen feinen Gegenpol zur lauten Familie und zu Peters glänzender Fassade darstellt.

Trotz der Verwechslung und kleiner Missverständnisse bleibt der Film durchgehend ruhig und echt. Nichts wirkt überzogen, alles bleibt nah an den Figuren. Wie bei den Stones geht es um Zugehörigkeit, Familien­dynamiken und Zusammenhalt und um genau diese Wärme, von der man sich gern ein großes Stück abschneidet.

Zum Schluss

Ich hoffe, meine Auswahl an Weihnachtsfilmen inspiriert dich zum Schmunzeln, Mitfühlen und vielleicht auch zum Nachdenken über Familie, Freundschaft und Liebe. Ganz gleich, für welchen Film du dich entscheidest, lass dich von der Weihnachtsstimmung einhüllen und genieße diese besondere Zeit.

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