Nussiger griechischer Bauernsalat
Im Mai waren wir mit dem Auto und Zelt in Slowenien unterwegs und hatten überraschend perfektes Sommerwetter. Die Art von Wetter, bei der ich mit einem Mal gar keine Lust mehr auf warme, schwere Gerichte hatte. Stattdessen gab es bei uns mehrfach meine nussige Variante des original griechischen Salats.
Griechischer Salat ist sommerlich und leicht. Durch Feta und Oliven macht er aber trotzdem angenehm satt und ist damit die Art von unkompliziertem Essen, die ich im Urlaub und im vollen Alltag mit Kleinkind gleichermaßen liebe.
Gute Zutaten machen den Unterschied
Da griechischer Salat aus so wenigen Zutaten besteht, kommen qualitativ hochwertige Zutaten hier besonders zur Geltung. Vor allem bei den Oliven und dem Olivenöl schmecke ich zumindest den Unterschied sofort. Nur Oliven, die ich pur schon gerne esse, schmecken mir auch im Salat. Meine aktuellen Favoriten sind die Kräuteroliven von dmBio.
Normalerweise würze ich den Salat klassisch mit Oregano. Wenn gerade keiner da ist, schmecken mir italienische Kräuter aber ebenfalls gut. Das geröstete Sesamöl, oder alternativ Haselnussöl, ist für den nussigen Charakter dieses Salats verantwortlich. Und obwohl der fein gehackte Knoblauch nicht ins Originalrezept gehört, finde ich, dass eine kleine Zehe das Dressing noch aromatischer macht.

Grob geschnitten und in 15 Minuten fertig
Ich schneide das Gemüse für diesen Salat nicht fein, sondern grob. Das gibt ihm seinen rustikalen Charakter und macht die Zubereitung schneller. Nur die Zwiebeln und den Knoblauch schneide ich bewusst fein, damit sie sich besser verteilen und geschmacklich nicht zu dominant werden.
Besonders praktisch finde ich, wie robust die Zutaten verglichen mit klassischen Blattsalaten sind. Tomaten, Gurke, Paprika und Feta halten sich in der Camping-Kühlbox problemlos ein paar Tage und lassen sich schnell zu einem richtigen Essen zusammenstellen.

Was gut dazu passt
Am liebsten essen wir den Bauernsalat mit einer dicken Scheibe frischem oder geröstetem Brot, wie rustikalem Bauernbrot oder Sauerteigbrot. Auch ältere Brotreste verwerte ich häufig, indem ich sie einfach in etwas Olivenöl anröste und noch warm dazu serviere.
Nussiger griechischer Salat
Gang: Beilagen, HauptgangKüche: MediterranSchwierigkeit: Einfach4
Portionen15
MinutenEine nussige Variante des griechischen Bauernsalats mit Tomaten, Gurke, Paprika, Feta, Oliven und Sesamöl. Schnell und einfach zubereitet, sommerlich frisch und mit einer Scheibe Brot ein leichtes, aber sättigendes Essen nach einem langen Tag draußen. Vorschläge, wie er sich an den eigenen Geschmack und den Vorrat anpassen lässt, stehen in den Notizen.
Zutaten
300 g Tomaten
1 große rote Paprika
1 Salatgurke
1 kleine Zwiebel
90 g gute Oliven ohne Stein
1 kleine Zehe Knoblauch
200 g Feta
1 TL Oregano oder italienische Kräuter
2 EL gutes Olivenöl
1 EL geröstetes Sesamöl
Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Tomaten, Paprika, Gurke und Feta in mundgerechte Stücke schneiden, Zwiebel fein würfeln, Knoblauch fein hacken.
- Alles mit den Oliven, Oregano, Olivenöl und Sesamöl in einer großen Schüssel vorsichtig vermengen.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Mit frischem oder geröstetem Brot servieren.
Notizen
- Die Oliven lasse ich ganz; sind sie mir zu kräftig, schneide ich sie in Scheiben. Den rohen Knoblauch kann man nach Geschmack weglassen, und bei Gemüse, Menge und Schnitt darf jeder frei nach Vorrat und Vorliebe gehen, ob rote oder grüne Paprika, Zwiebeln in Würfeln oder Ringen. Das Sesamöl lässt sich ebenso gut durch geröstetes Haselnussöl oder ein anderes nussiges Öl ersetzen. Ausschlaggebend ist dabei weniger, für welches Nussöl man sich entscheidet, sondern dass es die geröstete Variante ist.
Häufig gestellte Fragen
Ein original griechischer Bauernsalat, auch „Horiatiki“ genannt, besteht aus wenigen frischen Zutaten: Tomaten, Gurke, grüne Paprika, rote Zwiebeln, schwarze Oliven und ein Stück Feta. Angemacht wird er traditionell nur mit gutem Olivenöl, Oregano sowie etwas Salz und Pfeffer. Für dieses Rezept wandle ich das Original aber etwas ab und verwende rote Paprika, gemischte Oliven, gelbe Zwiebeln, nussiges Öl und etwas Knoblauch.
Für einen klassischen griechischen Bauernsalat eignet sich Feta aus Schafsmilch oder aus Schafs- und Ziegenmilch am besten. Er ist würzig, cremig und harmoniert gut mit dem frischen Gemüse. Der Feta ist meiner Meinung nach die wichtigste Zutat in diesem Salat und sollte für einen authentischen Geschmack nicht ersetzt werden. Wer aber schlichtweg keinen Schafs- oder Ziegenkäse mag, kann Hirtenkäse nehmen.
Ich esse den griechischen Bauernsalat am liebsten mit einer Scheibe geröstetem Sauerteigbrot, Ciabatta oder Fladenbrot als leichtes Hauptgericht. An warmen Tagen reiche ich ihn außerdem gerne als leichte Beilage zum Grillen oder zu mediterranen Gerichten.
Am besten schmeckt mir griechischer Salat direkt nach der Zubereitung. Wenn ich ihn aber doch einmal vorbereiten will, bewahre ich das geschnittene Gemüse und den Feta ohne Dressing im Kühlschrank auf und mache den Salat dann innerhalb eines Tages an. Bereits angemachter Salat lässt sich zwar prinzipiell auch am nächsten Tag noch essen, allerdings wird das Gemüse weicher und verliert an Knackigkeit.
Ja, der griechische Bauernsalat lässt sich einige Stunden im Voraus vorbereiten. Dafür schneide ich das Gemüse grob und bewahre es zusammen mit dem Feta im Kühlschrank auf. Das Dressing gebe ich dann erst kurz vor dem Servieren darüber.
Ein griechischer Salat braucht kein aufwendiges Dressing. Klassisch wird er nur mit gutem Olivenöl, Oregano, Salz und Pfeffer angemacht. Meine Lieblingsvariante enthält noch zusätzlich geröstetes Sesamöl und fein gehackten Knoblauch.



